In der Nacht zum Ostersonntag versammeln sich die Christen zur Feier der Auferstehung. Es werden Feuer entfacht, an denen Osterkerzen entzündet werden. Sie sind ein Zeichen für die Auferweckung Jesu von den Toten. Foto: Sylvio Krüger | Pfarrbriefservice.de

 

In den sieben katholischen Kirchen im Ahauser Stadtgebiet begehen die Gläubigen die Feier vom Leiden und Sterben, der Grabesruhe und der Auferstehung Jesu Christi. Für gläubige Christen sind dies die wichtigsten Tage des Jahres.

Am Gründonnerstag (02.04.) – der Name wird oft vom althochdeutschen „greinen“ (weinen) hergeleitet – gedenkt die Kirche des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern.

In Wessum (17.30 Uhr) wird an diesem Tag der Kreuzweg gebetet. Um 19 Uhr ist in Graes eine Agape-Feier. Um 20 Uhr finden dann die „Messen vom letzten Abendmahl“ statt in Ahaus (St. Josef), Alstätte und Wüllen. Anschließend sind die Gläubigen dort jeweils eingeladen, sich in Betstunden an die Stunden Jesu am Ölberg zu erinnern; in Alstätte ist zudem um 22 Uhr ein Bußgang der Männer.

Gedächtnistag der Kreuzigung Jesu
Der Karfreitag (03.04.) ist der Gedächtnistag der Kreuzigung Jesu; das althochdeutsche „Kar“ steht für „Trauer“ und „Klage“. In vielen Gemeinden finden Kreuzwegandachten statt: um 9.30 Uhr im Altenheim St. Friedrich in Wessum, um 10 Uhr ein Fahrrad-Kreuzweg in Alstätte, eine Kreuzwegandacht in Wüllen, um 11 Uhr in Ahaus (St. Marien) sowie in Ottenstein ein Familienkreuzweg (vorbereitet von der KAB besonders auch für die Erstkommunionkinder mit ihren Eltern) und um 14 Uhr in Graes sowie um 17 Uhr in Wessum.

Am Nachmittag versammeln sich die Christen zur Wortgottesfeier mit Verlesung der Passionsgeschichte und zur Kreuzverehrung, dabei wird das mit einem Tuch bedeckte Kreuz enthüllt und verehrt. Um 15 Uhr sind diese Feiern in Ahaus (St. Marien), Ottenstein und Wüllen.

Grabesruhe und dann die „Nacht der Nächte“
Der Karsamstag (04.04.) schließlich ist der Gedächtnistag der Grabesruhe des Herrn. Es finden keine Messen statt; die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen. Er lädt ein zum Besuch des Friedhofs.

Am Abend dann beginnt die „Nacht der Nächte“: In der Nacht zum ersten Ostertag versammeln sich die Christen zur Feier der Auferstehung. Es werden Feuer entfacht, an denen die Osterkerze entzündet wird – als Zeichen für die Auferweckung Jesu von den Toten.

Die Osternachtsmesse beginnt im Wessum um 20 Uhr. Um 21 Uhr startet sie jeweils in Ahaus (St. Marien), Alstätte und Graes.

Am Ostersonntag und -montag (05./06.04.) werden die Feiern fortgesetzt: 8 Uhr in Alstätte, 9.30 Uhr in Graes, in Ottenstein und in Wessum, 11 Uhr in Ahaus (St. Marien) und in Wüllen sowie am Ostermontag in Alstätte und am Sonntag und Montag um 18 Uhr in Ahaus (St. Josef). Am Ostersonntag treffen sich um 18.15 Uhr die Erstkommunionkinder auf dem Kirchplatz in Wessum, um mit der Feuerwehr zum Kirmesplatz zum Anzünden des Osterfeuers zu gehen.

Freude über den Sieg des Lebens
Die Osterwoche genießt in der katholischen Kirche den höchsten liturgischen Rang. Alle acht Tage von Ostersonntag bis zum Weißen Sonntag (Sonntag nach Ostern) gelten als „Hochfest des Herrn“ und werden entsprechend gefeiert – aus Freude über den Sieg des Lebens und den Tod.

Mehr als 25.000 Katholiken in Stadt und Dörfern

Die drei Ahauser Kirchengemeinden St. Mariä Himmelfahrt Ahaus-Graes, St. Mariä Himmelfahrt Alstätte-Ottenstein und St. Andreas und St. Martinus Wüllen-Wessum zählen zusammen mehr als 25.100 Katholiken.